Ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026: Wann und Wo Sie das spektakuläre „Feuerring“-Phänomen sehen können

By: Donald

On: Wednesday, February 11, 2026 10:47 AM

Ringförmige Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026: Wann und Wo Sie das spektakuläre „Feuerring“-Phänomen sehen können

Am 17. Februar 2026 spielt sich über einer der entlegensten Regionen unseres Planeten ein Himmelsschauspiel ab, das zugleich spektakulär und für die meisten Menschen unerreichbar ist. Der Mond wird sich vor die Sonne schieben und eine ringförmige Sonnenfinsternis erzeugen – besser bekannt als „Feuerring“. Doch wer dieses Ereignis mit eigenen Augen erleben möchte, muss dorthin reisen, wo Eis, Wind und Stille dominieren: in die Antarktis. Für die überwältigende Mehrheit der Menschheit bleibt dieses Naturschauspiel daher ein Ereignis auf Karten, in Livestreams oder in Astronomie-Apps. Und dennoch lohnt sich ein genauer Blick auf diese außergewöhnliche Finsternis.

Wichtige Fakten zur Sonnenfinsternis im Februar 2026

Die ringförmige Sonnenfinsternis findet am Dienstag, dem 17. Februar 2026, statt. Es handelt sich um eine sogenannte annular eclipse, bei der der Mond die Sonne nicht vollständig bedeckt. Die Phase der Ringförmigkeit wird ausschließlich über abgelegenen Teilen der Antarktis und angrenzenden Gebieten des Südlichen Ozeans sichtbar sein.

Eine partielle Sonnenfinsternis können Beobachter in weiten Teilen der Antarktis, an der Südspitze Südamerikas sowie in Teilen des südlichen Afrikas verfolgen.

Der globale Zeitrahmen (in GMT) erstreckt sich von 09:56 Uhr bis 14:27 Uhr. In Mitteleuropa entspricht dies etwa 10:56 Uhr bis 15:27 Uhr MEZ – allerdings ohne tatsächliche Sichtbarkeit.

Um welche Art von Sonnenfinsternis handelt es sich?

Diese Finsternis gehört zur Kategorie der ringförmigen Sonnenfinsternisse. Dabei befindet sich der Mond in einer etwas größeren Entfernung zur Erde und erscheint daher minimal kleiner als die Sonne. Wenn er sich exakt vor die Sonnenscheibe schiebt, verdeckt er deren Zentrum – doch am Rand bleibt ein leuchtender Ring sichtbar. Dieser Effekt verleiht dem Ereignis seinen poetischen Namen: „Feuerring“.

Im Unterschied dazu steht die totale Sonnenfinsternis, bei der der Mond die Sonne vollständig abdeckt und die Korona sichtbar wird. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis wiederum wird nur ein Teil der Sonne verdeckt – sie wirkt dann wie angebissen.

Wichtig bleibt in jedem Fall: Eine Sonnenfinsternis darf niemals ohne geeigneten Augenschutz betrachtet werden. Selbst wenn nur ein schmaler Lichtkranz sichtbar ist, reicht die Strahlung aus, um die Augen dauerhaft zu schädigen. Zertifizierte Finsternisbrillen nach ISO 12312-2 oder indirekte Beobachtungsmethoden sind unerlässlich.

Zeitlicher Ablauf der Finsternis

Der globale Ablauf am 17. Februar 2026 gestaltet sich wie folgt (GMT):

  • Beginn der partiellen Phase: 09:56 Uhr
  • Beginn der Ringphase: 11:42 Uhr
  • Maximale Finsternis: 12:12 Uhr
  • Ende der Ringphase: 12:41 Uhr
  • Ende der partiellen Phase: 14:27 Uhr

Die exakten Uhrzeiten variieren je nach Standort. Da die Ringphase ausschließlich in der Antarktis sichtbar ist, werden nur wenige Menschen die maximale Phase tatsächlich erleben.

Sichtbarkeit: Wo der Himmel zur Bühne wird

1) Der „Feuerring“ – sichtbar nur in der Antarktis

Die Zone der Ringförmigkeit verläuft über einen schmalen Streifen der Antarktis sowie angrenzende Meeresregionen. Obwohl dieser Streifen mit rund 616 Kilometern Breite vergleichsweise großzügig ist, liegt er in einer der am dünnsten besiedelten Regionen der Erde.

Zu den wenigen konkreten Orten innerhalb der Ringzone zählen:

  • Mirny-Station (Antarktis)
    Ringphase: ca. 1 Minute 52 Sekunden
    Sonnenhöhe: rund 10° über dem Horizont
  • Concordia-Forschungsstation (Antarktis)
    Ringphase: ca. 2 Minuten 1 Sekunde
    Sonnenhöhe: nur etwa 5° über dem Horizont

Die geringe Sonnenhöhe bedeutet, dass Wetterbedingungen, Dunst oder lokale Geländestrukturen eine entscheidende Rolle spielen. Selbst wer sich vor Ort befindet, ist also auf günstige Bedingungen angewiesen.

2) Die partielle Sonnenfinsternis

Außerhalb der Ringzone wird die Sonne teilweise bedeckt erscheinen. Dieses „angeknabberte“ Bild der Sonne wird sichtbar sein in:

  • weiten Teilen der Antarktis
  • der Südspitze Südamerikas
  • Teilen des südlichen Afrikas
  • umliegenden Ozeanregionen

Hier wird es zwar nicht zum eindrucksvollen Feuerring kommen, doch auch eine partielle Sonnenfinsternis bietet ein faszinierendes Schauspiel – insbesondere bei klarem Himmel.

3) Der Rest der Welt

Europa, Nordamerika, Asien und große Teile der übrigen Erde gehen diesmal leer aus. Für diese Regionen bleibt der Himmel am 17. Februar 2026 unverändert. Dennoch können Interessierte das Ereignis digital verfolgen – etwa über spezialisierte Astronomie-Apps oder Livestreams von Expeditionen und Forschungsstationen.

Was macht diese Sonnenfinsternis so besonders?

Ein Ereignis für mehr Pinguine als Menschen

Ironischerweise dürfte die Ringphase dieser Finsternis mehr Pinguine als Menschen erreichen. Die abgelegene Lage macht sie zu einem exklusiven Naturschauspiel – spektakulär, aber logistisch extrem anspruchsvoll.

Eine tiefe ringförmige Finsternis

Mit einer Bedeckung von rund 96 Prozent der Sonnenscheibe zählt dieses Ereignis zu den eindrucksvolleren ringförmigen Finsternissen. Der verbleibende Lichtkranz wird besonders schmal und kontrastreich erscheinen.

Auftakt einer „Feuerring“-Serie

Die Finsternis von 2026 markiert den Beginn einer bemerkenswerten Abfolge von drei ringförmigen Sonnenfinsternissen in drei aufeinanderfolgenden Jahren:

  • 17. Februar 2026 – Antarktis
  • 6. Februar 2027 – über dem Atlantik Richtung Afrika
  • 26. Januar 2028 – mit günstigen Beobachtungsbedingungen u.a. für die Galápagos-Inseln und Teile Spaniens

Damit eröffnet 2026 eine kleine Serie, die in den Folgejahren deutlich zugänglicher wird.

Eine seltene Kombination aus Polarlandschaft und Himmelsdrama

Eine ringförmige Sonnenfinsternis vor der Kulisse aus Eis, Gletschern und endloser Weite ist eine außergewöhnliche Kombination. Die niedrige Sonnenposition verleiht dem Himmel zusätzliche Dramatik. Für Expeditionsfotografen oder Forschungsteams vor Ort könnte dies eine einmalige Gelegenheit darstellen.

Fazit: Ein spektakuläres, aber fernes Himmelsereignis

Die ringförmige Sonnenfinsternis vom 17. Februar 2026 ist ein beeindruckendes astronomisches Ereignis – doch ihre geografische Lage macht sie für die meisten Menschen unerreichbar. Während in der Antarktis ein schmaler Feuerring über dem Horizont erscheinen wird, bleibt der Rest der Welt Zuschauer aus der Ferne.

Gleichzeitig bildet diese Finsternis den Auftakt zu einer Serie von drei aufeinanderfolgenden „Feuerring“-Ereignissen bis 2028. Wer 2026 noch nicht ans Ende der Welt reisen möchte, bekommt in den kommenden Jahren bessere Chancen.

Und während die Sonne über Europa unverändert scheint, lohnt sich der Blick nach vorn: Bereits am 2. und 3. März 2026 steht eine Mondfinsternis bevor, die in weiten Teilen der Welt sichtbar sein wird. Der Himmel hält also weiterhin große Momente bereit – man muss nur wissen, wann und wo man hinschauen sollte.

Häufig gestellte Fragen

1. Wann findet die Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026 statt?

Die partielle Phase beginnt um 09:56 Uhr GMT und endet um 14:27 Uhr GMT, mit dem Maximum um 12:12 Uhr GMT.

2. Wo ist der „Feuerring“ sichtbar?

Die ringförmige Phase ist nur in der abgelegenen Antarktis und über angrenzenden Meeresgebieten zu sehen.

3. Wird die Sonnenfinsternis in Europa sichtbar sein?

Nein, in Europa ist diese Sonnenfinsternis am 17. Februar 2026 nicht sichtbar.

4. Wird es während der Finsternis komplett dunkel?

Nein, da es sich um eine ringförmige Sonnenfinsternis handelt, bleibt ein heller Sonnenring sichtbar.

5. Ist es sicher, ohne Schutz in die Sonne zu schauen?

Nein, man benötigt immer eine zertifizierte Sonnenfinsternisbrille oder geeignete Filter, um Augenschäden zu vermeiden.

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